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Die mystische Lehre der Esoterik

Der Begriff Esoterik leitet sich vom griechischen Begriff „esoterikos“ ab, der so viel wie „im Innern“ bedeutet, also Dinge meint, die sich auf das Innere eines Menschen beziehen respektive dem Innern entstammen. Im ursprünglichen Sinne meint die Esoterik daraus abgeleitet eine Geheimlehre, in die lediglich eine kleinere Gruppe eingeweiht ist.

Diese Gruppe weist dabei eine starke Neigung zur Spiritualität auf und ist überirdischen, dem rationalen Weltbild entfallendem Gedankengut zugetan. Beispiele für Gruppierungen, denen esoterische Veranlagungen zugeteilt werden, sind unter anderem die Astrologie, Magie oder auch (vorrangig frühe) christliche Mythen.

Esoterik in zeitgenössischer Bedeutung heißt, sich in sein Inneres zu kehren, um Kraft zu sammeln für den Umgang mit dem Äußeren. Wegen dieser Verstrickung von Esoterik und Exoterik, von Innerem und Äußerem, spricht man von einer Eschatologie der beiden Begriffe. Das heißt, dass das Begriffspaar voneinander abhängig ist, sich gegenseitig bedingt und beeinflusst.

Geschichtlicher Ursprung des Begriffes der Esoterik

Neben der Esoterik gibt es auch die Exoterik, die das Gegenteil darstellt. Diese Unterscheidung wird auf den griechischen Philosophen Platon zurückgeführt, der die Wendungen „ta eso“ für „die inneren Dinge“ und „ta exo“ für „die äußeren Dinge“ zwischen 390v.Chr. und 360 v.Chr prägte. Das bereits angeführte Adjektiv „esoterikos“ entwickelte sich aus dieser Definierung und entstand etwa 160 n.Chr.

Der Begriff Esoterik selbst tauchte zuerst in England auf und diente der Unterscheidung der Anhänger der Geheimschule des Pythagoras, bevor der Begriff in der Mitte des 19. Jahrhunderts von Frankreich ausgehend Popularität gewann und in dieser Zeit seinen Weg in den deutschen Sprachgebrauch fand und seine heutige Bedeutung entwickelte.

Praktiken der Esoterik

Jeder hat sicherlich schon einmal von Voodoo-Puppen gehört, von Karten zur Hellseherei oder anderen Praktiken, die der Esoterik zugeordnet werden. Zunächst ist hierbei festzustellen, dass es überall auf der Welt esoterische Formen gibt, die sich in ihren Formen und Praktiken teilweise deutlich unterscheiden.

Zudem meint Esoterik entgegen der umgangssprachlich oft abwertenden oder belächelnden Verwendung nicht nur scheinbar verrückte und abgedrehte Geisterbeschwörungen. Die bekanntesten Praktiken der Esoterik sind etwa das aus dem Hinduismus stammende Yoga oder die dem Buddhismus entspringende Meditation.

Es gibt jedoch auch weitere Beispiele wie etwa das Räuchern. Etwa auch beim Yoga arbeiten zahlreiche Menschen unter Verwendung von Räucherstäbchen, um die Atmosphäre des In-sich-gekehrt-Seins zu verstärken. Die mystische Esoterik bedient sich zahlreicher Rituale, die über die der einfachen Esoterik hinausgehen.

In manchen Gruppen wird hierbei auch auf die Methoden der Schulmedizin weitgehend verzichtet und es wird auf Naturheilmittel oder andere esoterische Dinge wie zum Beispiel Heilsteine gesetzt. Heilsteine sind meist Mineralien, die durch ihre Mineralien so wie ihre Farbe eine heilende Wirkung ausüben sollen.

Dies geschehe demnach über Auflegen auf spezifische Körperstellen oder auch das Tragen am Körper im Sinne einer reinigenden Schutzfunktion. Aus wissenschaftlicher Sicht ist jedoch keine Wirkung der Heilsteine erwiesen, die über den Placebo-Effekt hinausgehen könnte.

Wahrsagen

Ein wesentliches Ritual im Rahmen mystischer Esoterik ist das Wahrsagen. Entsprechend umgangssprachlicher Verwendung wird hierunter das Vorhersagen der Zukunft einer Einzelperson verstanden. Viele Wahrsager bedienen sich dabei ihrer Auffassung nach eines direkten intuitiven Zugangs zu Gott oder eines anderen transzendenten Wesens.

Ein Teil des Wahrsagens ist allerdings zum Beispiel auch die Astrologie. In Form der Sternzeichen ist diese vergleichsweise tief in der Gesellschaft verankert, ist dabei jedoch stark umstritten. Von wissenschaftlicher Seite wird jede Form der Wahrsagung abgelehnt und auch von den christlichen Religionen als Aberglaube eingestuft.

Eine besondere Form der Wahrsagung in der mystischen Esoterik ist das Tarot, eine Form des Kartenlegens. Das Tarot ist ein Set aus 78 unterschiedlichen Spielkarten, die in die großen Arkana, dies sind 22 von 0 bis 21 nummerierte Trümpfe, und die kleinen Arkana, dies sind 56 Farbkarten: zehn Zahlen und vier Bildkarten in jeweils vier Farben, aufgeteilt werden. In den meisten Fällen wird bei der Wahrsagung durch das Tarot nicht von konkreten Vorhersagen, sondern vorrangig von Tendenzen ausgegangen.

Karma und Chakra

Wie bereits festgestellt entstammen viele Züge mystischer Esoterik dem Buddhismus und Hinduismus. So wird sich auch auf deren Definitionen von Chakra und Karma berufen. Der Lehre nach gibt es 7 wesentliche Chakren. Diese meinen einen Energiekanal, der eine Verbindung zwischen physischem und immateriellen Körper des Menschen darstellen. Um diese in Einklang zu bringen, wird sich häufig spezifischer Yoga-Übungen bedient.

Im Alltag haben Sie sicher bereits davon gehört, dass diese oder jene schlechte Tat schlechtes Karma beschere und sich somit für den Täter nach dem Motto „Jeder bekommt die Quittung für seine Taten“ später negativ für diesen auszahlen wird.

Entgegen der umgangssprachlichen Verwendung bezieht sich das Karma jedoch nicht mehr auf das derzeitige Leben, sondern nach buddhistischer Lehre wirkt sich dieses erst im nächsten Leben aus. Im Buddhismus wird nämlich an die Reinkarnation, das heißt die Wiedergeburt nach dem Tod geglaubt.

Es gilt dem ständigen Kreislauf der Reinkarnation zu entfliehen, indem kein Karma mehr erzeugt und somit das Nirwana als Zielort jeglicher Freiheit der Sehnsüchte erreicht werden kann.

Sind wir Esoteriker?

Glauben Sie an Telepathie? An die Seelenverwandtheit zwischen Menschen? Telepathie ist ein geflügelter Begriff und muss nicht nur belächelt werden. So steht es auch um die Esoterik. Esoterik ist nicht nur abstruser Humbug, sondern kann für viele Menschen ein Leben mit innerem Frieden bewirken. Wer wünscht sich keine Seelenruhe in seinem Innern?